Horst vonHassel : Nachruf

Veröffentlicht am 13.Juni 2020

Die Bremerhavener SPD trauert um

Horst von Hassel
Mit seinem Eintritt in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands im Jahre 1961 nahm ein
politisches Wirken seinen Anfang, das weit über Bremen und Bremerhaven hinaus
Beachtung finden sollte. Als Schulleiter in Bremerhaven – zuerst an der Veernschule, dann
an der Heinrich-Heine-Schule – erwarb sich Horst von Hassel nicht nur umfasssendes
praktisches Wissen um die Belange und Herausforderungen im Schulalltag. Er stand für
einen pädagigischen Stil, jedes Kind gemessen an seinen Möglichkeiten bestmöglich zu
fördern. Damit erwarb er sich die Achtung und den Respekt vieler Menschen.
Horst von Hassel hat als Mensch der Bildung Maßstäbe gesetzt und Grenzen geöffnet.
Er war stolz, 1975 einer der Mitgestalter des neuen Bremischen Schulgesetzes zu sein. Die
verlängerte Orientierungsstufe und die Bildung von Schulzentren waren ihm wichtig.
Er erkannte früh, dass sich Unterschiede in den individuellen Chancen und Talenten nicht
verfestigen dürfen. Damit war er nicht nur Pionier seiner Zeit: Er füllte auch die Werte,
von denen wir uns noch heute bildungspolitisch leiten lassen.
Wer Horst von Hassel begegnete, fand in ihm einen offenen, nahbaren, warmherzigen und
klugen Gesprächspartner. Als Bremer Senator für Bildung, als Bremerhavener Bürgerschaftsabgeordneter und als Stadtrat für Schule und Kultur war er streitbar in der Sache und
forderte mit Leidenschaft die unbedingte Symbiose aus lebendiger Kultur und schulischer
Bildung ein. Wir verdanken ihm den Neubau des Historischen Museums,
das heute mehr ist als nur ein Haus der Stadtgeschichte.
Die Bremerhavener SPD wird Horst von Hassel ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und seiner Familie. Wir trauern um
einen aufrechten Sozialdemokraten. Horst von Hassel hat sich um Bremerhaven verdient
gemacht.
Mit stillem Gruß
Martin Günthner
Parteivorsitzender

Sönke Allers
Fraktionsvorsitzender

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